Nächste Taizéfahrt: 20.-28. Juli 2019  für 15-27 jährige.                                                                                      Informationen und Anmeldung bei Pastorin Birgit Penning

 

Nach Taizé kommen heißt bei einer Gemeinschaft von Brüdern zu Gast sein. IIn den gemeinsamen Gebeten, bei Gesang, Stille und persönlichem Nachdenken kann man sich der Gegenwart Gottes im eigenen Leben öffnen, inneren Frieden und einen Sinn fürs Leben suchen, neu Kraft schöpfen.

 

Genau wie im letzten Jahr hat sich auch diesen Sommer wieder eine Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen aus unserer Gemeinde auf den Weg nach Taizé gemacht und für eine Woche in einem Kloster in Einfachheit gelebt. Für viele klingt es vermutlich nicht sehr verlockend, drei Mal am Tag in die Kirche zu gehen, beim Essen auf dem staubigen Boden zu sitzen oder Toiletten putzen zu müssen. Also stellt sich die Frage: Was macht den Zauber und die Faszination von Taizé aus?

Es sind viele Dinge, die zusammen kommen, die Taizé so speziell machen. Zum einen sind es die wunderschönen Gottesdienste mit ihren unvergleichlichen Gesängen, die, wenn sie von tausenden Menschen gemeinsam gesungen werden, ein unfassbar ergreifendes Gefühl wecken und dass, obwohl man schweigt und sich auf sich selbst konzentriert, man trotzdem durch all die Menschen um sich herum ein Gefühl von Gemeinschaft empfindet. Das andere ist, dass Taizé so international ist und Menschen aus der ganzen Welt mit unterschiedlichen Konfessionen zusammen bringt. Man lernt sich kennen und es ist vollkommen egal von wo man kommt, wie reich oder arm man ist oder welche Weltanschauungen man besitzt, dort wird jeder akzeptiert und so genommen wie er ist. Auch die unterschiedlichen Sprachen schaffen keine Barriere, da so gut wie jeder sich auf Englisch unterhält oder, falls das nicht so gut klappt, mit Händen und Füßen kommuniziert wird. Spätestens wenn einer das Wort „Ninja“ erwähnt, weiß sowieso jeder, was gemeint ist und alle spielen zusammen. Diese Gemeinschaft ist auch abends deutlich zu spüren, wenn alle zusammen am „Oyak“, dem einzigen Ort, an dem man nach der Abendandacht noch laut sein darf, zusammen Gitarre spielen, singen, spielen und einfach reden. Außerdem ist eine Woche Taizé perfekt, um zur Ruhe zu kommen und viel nachzudenken, aber vor allem merkt man wie wenig man braucht, um glücklich zu sein. Es bedarf nicht eines fünf Sterne Menüs, schöner Zimmer und allen möglichen Schnick Schnacks wie Smartphones oder beste Markenkleidung, denn dort lernt man die kleinen Dinge zu schätzen, die nichts kosten.

Als es für die diesjährige Gruppe hieß, sich von Taizé zu verabschieden, war eines für alle klar: Jeder will ein Stück von Taizé mit in seinen Alltag nehmen und auf jeden Fall so bald wie möglich wieder zurückkehren. (berichtet von Hanna)